No-Training-Zusicherung
— Microsoft Azure OpenAI Service
Stand: 17.06.2026
Diese Zusicherung gilt plattformweit und
modellunabhängig für alle über den Microsoft Azure OpenAI
Service betriebenen Modelle — sie ist eine Zusicherung für den Dienst
als Ganzes, nicht für ein einzelnes Modell. Maßgeblich sind die jeweils
aktuellen Anbieterbedingungen (siehe „Quellen & Referenzen”). Der
Azure OpenAI Service wird von Microsoft inzwischen unter „Microsoft
Foundry / Models sold by Azure” geführt; die nachstehenden Zusicherungen
gelten für die dort betriebenen Modelle (u. a. OpenAI GPT-4 und
vergleichbare Modelle). Bei „Bring Your Own LLM Key” gelten ergänzend
die Bedingungen des jeweiligen Kundenzugangs.
- Plattform: Microsoft Azure OpenAI Service. Die
Zusicherungen gelten für jedes dort betriebene Modell,
unabhängig von der konkreten Modellwahl.
- Betreiber der Infrastruktur: Microsoft hostet die
Modelle in der Azure-Umgebung. Die Modelle interagieren
nicht mit Diensten, die von den Modellanbietern (z. B. OpenAI:
ChatGPT oder die OpenAI-API) betrieben werden.
- Betriebsregion: EU-Region Germany West
Central (Deutschland). Prompts und Antworten werden innerhalb
der vom Kunden gewählten Geografie verarbeitet; bei
EU-„Data-Zone”-Bereitstellungen ausschließlich innerhalb der
EU-Datengrenze.
- Auswahl durch den Kunden: Welcher KI-Endpunkt
(Anbieter, Modell, EU-Region) genutzt wird, bestimmt der Kunde durch
seine Auswahl.
Rollen
- Microsoft handelt als Auftragsverarbeiter
(Unterauftragsverarbeiter von lector.ai). Es gilt das Microsoft Products
and Services Data Protection Addendum (DPA).
- Die jeweiligen Modellanbieter (z. B. OpenAI)
erhalten die Inhaltsdaten nicht; die Verarbeitung
verbleibt vollständig in der Azure-Umgebung von Microsoft.
No-Training-Zusicherung (für den
gesamten Dienst)
Microsoft sichert für Prompts (Eingaben), Completions (Ausgaben),
Embeddings und Trainingsdaten ausdrücklich zu, dass diese:
- nicht anderen Kunden zur Verfügung stehen;
- nicht OpenAI oder anderen Modellanbietern zur
Verfügung stehen;
- nicht von den Modellanbietern zur Verbesserung
ihrer Modelle oder Dienste verwendet werden;
- nicht ohne Erlaubnis oder Anweisung des Kunden zum
Training generativer KI-Foundation-Modelle verwendet werden;
- nicht ohne ausdrückliche Erlaubnis oder Anweisung
des Kunden zur Verbesserung von Microsoft- oder Drittanbieterprodukten
verwendet werden.
Ergänzend gilt: Die Modelle sind zustandslos — es
werden keine Prompts oder Completions im Modell gespeichert, und Prompts
und Completions werden nicht zum Training, Neutraining oder zur
Verbesserung der Basismodelle verwendet.
Missbrauchsüberwachung (Abuse
Monitoring)
- Standardmäßig führt der Dienst eine Missbrauchsüberwachung durch,
bei der ein Teil der Prompts/Completions für eine etwaige menschliche
Prüfung kurzzeitig gespeichert werden kann. Für im EWR bereitgestellte
Modelle befinden sich die zur Prüfung berechtigten
Microsoft-Mitarbeitenden im EWR.
- Für berechtigte Kunden kann die Missbrauchsüberwachung
modifiziert (abgeschaltet) werden („modified abuse
monitoring”): In diesem Fall entfallen die Datenspeicherung und die
menschliche Prüfung. Der Status ist über das Attribut
ContentLogging = false (Azure-Portal/CLI) überprüfbar.
Datenresidenz, Verschlüsselung
und DSGVO
- Verarbeitung in der EU-Region Germany West Central; gespeicherte
Daten verbleiben in der gewählten Azure-Geografie. Verschlüsselung im
Ruhezustand (AES-256, optional Customer-Managed Keys) und während der
Übertragung (TLS).
- Konformität u. a. mit ISO/IEC 27001, SOC 1/2/3 sowie DSGVO;
transparente Incident-Response- und Breach-Notification-Prozesse.
Quellen &
Referenzen